40. Tag


Eins dürft ihr dabei nicht übersehen, liebe Geschwister: Für den

Herrn ist das, was für uns ein Tag ist, wie tausend Jahre; und was

für uns tausend Jahre sind, ist für ihn wie ein einziger Tag. Der

Herr verzögert seine Zusage nicht, wie manche das meinen. Im

Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, denn er will nicht, dass

irgendjemand ins Verderben geht, sondern dass alle Gelegenheit

haben, zu ihm umzukehren. Der Tag des Herrn wird aber so

unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter

schrecklichem Lärm vergehen und die Himmelskörper im Feuer

verglühen. Die Erde und alles, was der Mensch auf ihr gemacht hat,

werden dann verbrannt werden. Wenn sich das alles nun so

auflösen wird, was für ein Anliegen müsste es euch dann sein, ein

Leben in Heiligkeit und Ehrfurcht vor Gott zu führen,… Aber nach

dem, was Gott uns versprochen hat, erwarten wir neue Himmel und

eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit regiert.

(2. Petrus 3,8-11.12)



Gott führt ans Ziel


Heute ist der 40.Tag unserer Andachtsreihe und damit geht sie auch zu

Ende. Vierzig Tage sind eine lange Zeit, aber nichts im Vergleich, zudem,

was uns erwartet, die Ewigkeit. Petrus legt uns ans Herz den Blick immer

wieder auf das Ziel zu richten, das weit über unseren Alltag hinausreicht

und für das es sich zu leben lohnt.



Das möchte Gott auf keinen Fall


Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. „Gott will, dass allen

Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“

(1. Tim 2,4 LUT). Das ist der Grund, warum wir noch nicht in Gottes neuer

Welt sind und uns seine Ewigkeit noch nicht eingeholt hat. Gott wartet und

das ist für uns von Bedeutung. Denn was wäre, wenn er schon vor Jahren

gekommen wäre, wer wäre dann nicht dabei, wer hätte ihn dann nicht

gekannt? Noch ist die Gelegenheit Christ zu werden und Gott sein Leben

anzuvertrauen. Nutzen wir die Chance fröhlich über Jesus zu reden und

zum Glauben einzuladen.




Das möchte Gott auf jeden Fall


Die Hoffnung auf die Ewigkeit, darf uns nicht dahinführen, dass wir in

unseren Häusern bleiben und auf die Erlösung warten. Die böse Welt da

draußen ignorieren wir einfach und ziehen uns aus der Verantwortung. Das

ist nicht Gottes Wille: Wenn sich das alles nun so auflösen wird, was für ein

Anliegen müsste es euch dann sein, ein Leben in Heiligkeit und Ehrfurcht

vor Gott zu führen,….

Wie lebe ich richtig? Wie sieht ein Leben aus, das heilig ist und Gott ehrt?

Wie gehe ich gut mit meiner Zeit, meinem Geld und meiner Gesundheit

um?

Wir sind das Licht der Welt, das Salz der Erde. Welches Potential steckt in

einem Leben, wenn wir heilig leben. Wir müssen keine Angst vor der

Zukunft verbreiten, sondern dürfen Boten Gottes beständiger und gültiger

Normen sein.

1982 begann ein kleiner Kreis Menschen in der ehemaligen DDR zu beten,

sieben Jahre später fiel die Mauer. Ein Mann, der dem Zentralkomitee der

SED angehörte, sagte: „Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf

Kerzen und Gebete.“ Wie oft unterschätzen wir uns und noch mehr die

Kraft und Macht Gottes. Wir sehen unsere kleine Gruppe, den scheinbar

schwindenden Einfluss der Christen in unserer Gesellschaft und darüber

vergessen wir, dass der ewige Gott seine Sache zu Ende führt. Gott will,

das wir heilig leben und das Ziel erreichen.


Das verspricht Gott


Aber nach dem, was Gott uns versprochen hat, erwarten wir neue Himmel

und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit regiert.

Darauf leben wir hin, doch bis es soweit ist, lass uns mehr beten, im

Glauben arbeiten, fröhlich singen und heilig leben, alles zu Gottes Ehre.


Stille praktisch


Nach 40 Tagen nimm dir heute Zeit eine Bilanz zu ziehen.


Was ist dir in diesen 40 Tagen wichtig geworden?


Gab es Momente, Bibel- oder Liedverse, die dir wichtig geworden sind?


Wie geht es jetzt weiter?


Bleib dran und gönne dir jeden Tag einen kurzen Moment der Stille.

Begegne dem, der alle deine Sehnsucht stillt.





Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;

das macht die Seele still und friedevoll.

Ist’s auch umsonst, dass ich mich sorgend müh,

dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät sei’s früh.

Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit,

dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.“

(Hedwig von Redern)